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SUMMARY:Filmvorführung - Herz statt Hetze
DESCRIPTION:Filmvorführung mit Einführung und Diskussion: „Jud Süß“
  (1940) – NS-Propaganda im Kino\n\nIn Kooperation mit dem Kinomobil\, He
 rz statt Hetze\, der Bücherei des Judentums und der Stadt Buchen wird der
  nationalsozialistische Propagandafilm „Jud Süß“ (Deutschland\, 1940
 ) von Veit Harlan gezeigt.\n\nDer Film gehört zu den erfolgreichsten und 
 aufwendigsten antisemitischen Propagandafilmen des NS-Regimes. Er basiert 
 lose auf der Lebensgeschichte des jüdischen Finanzberaters Joseph Süß O
 ppenheimer\, verfälscht historische Tatsachen gezielt\, um antisemitische
  Feindbilder zu verbreiten. Als vermeintlicher Unterhaltungsfilm erreichte
  „Jud Süß“ Anfang der 1940er Jahre Millionen von Zuschauerinnen und 
 Zuschauern und diente der ideologischen Beeinflussung und Vorbereitung der
  Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung.\n\nDie Vorführun
 g wird von dem Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer aus Mainz begleitet
 \, der unter anderem für das Institut für Kino und Filmkultur (IKF) in W
 iesbaden als Filmreferent tätig ist. Darüber hinaus ist Klingelhöfer Pr
 üfer der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) in Wiesbad
 en sowie der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) in Berlin. Als D
 ialogautor für Fernsehserien\, Mitwirkender an Jugendmedienschutz-Projekt
 en der FSK und Leiter von Film-Workshops in der Justizvollzugsanstalt Wies
 baden verfügt er über langjährige Erfahrung in der Film- und Medienbild
 ung.\n\nHerr Klingelhöfer gibt eine Einführung in den Film\, ordnet dess
 en historische und propagandistische Bedeutung ein und steht im Anschluss 
 für eine gemeinsame Diskussionsrunde zur Verfügung.\n\nDie Veranstaltung
  richtet sich an alle Interessierten\, die sich mit den Mechanismen nation
 alsozialistischer Propaganda und deren Wirkung auseinandersetzen möchten.
  Ziel ist es\, historische Aufklärung zu fördern und die Bedeutung von M
 edienkompetenz und Erinnerungskultur zu fördern.\n\nEintritt ist frei –
  Teilnahme auf Spendenbasis\n\nAltersempfehlung ab 15 Jahren
LOCATION:Burghardt-Gymnasium Buchen St.-Rochus-Straße 5 74722 Buchen
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SUMMARY:Gedenkveranstaltung Novemberpogrome 1938
DESCRIPTION:Der vorläufige negative Höhepunkt antijüdischer Maßnahmen w
 aren auch in Buchen die Novemberpogrome am 9. November 1938.\nNeben der Ze
 rstörung der Inneneinrichtung der damals bereits (zwangs-)verkauften Syna
 goge in der Vorstadt wurde auch massiv mit Gewalt gegen die noch verbliebe
 ne jüdische Bevölkerung vorgegangen. Der Kaufmann Strauß wurde von eine
 m SS-Mann gequält\, er stach mit einer Mistgabel auf ihn ein und trat ihm
  zwei Rippen ein. Jacob Mayer wurde von einem SA- und SS-Mann zusammengesc
 hlagen.\nAuch in den jüdischen Gemeinden Bödigheim\, Eberstadt und Hains
 tadt kam es zu Misshandlungen und Zerstörungen\, in Eberstadt wurde die W
 itwe Susanna Stern durch den Ortgruppenleiter Adolf Heinrich Frey ermordet
 .\n\nZum Gedenken an diese Geschehnisse und an die daran anschließende Ve
 rfolgung und Ermordung von Menschen aus Buchen und den heutigen Stadtteile
 n - bisher sind die Namen von rund 100 NS-Todesopfern bekannt - veranstalt
 et die Stadt Buchen in Kooperation mit der Stiftung Bücherei des Judentum
 s und der Hermann-Cohen-Akademie jährlich eine Gedenkveranstaltung in den
  letzten verbliebenen Räumen der einstigen Buchener Synagoge.\n\nDie Gede
 nkveranstaltet findet um 18.45 Uhr in der "Gedenkstätte für alle Opfer d
 es Nationalsozialismus" am Jakob-Mayer-Platz statt und ist Teil der Verans
 taltungsreihe "buchen gedenkt den Novemberpogromen 1938". Im Anschluss fin
 det um 19.30 Uhr im Klösterle eine Lesung von Anke Heimberg aus dem Buch 
 "Gast in der Heimat" von Viktoria Wolff statt.\n\nDie Veranstaltung ist ei
 ne gemeinschaftliche Kooperation der Stadt Buchen\, der Stiftung Bücherei
  des Judentums und Buchengedenkt
LOCATION:Gedenkstätte für alle Opfer des Nationalsozialismus Jakob-Mayer-
 Platz 74722 Buchen
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SUMMARY:"Gast in der Heimat" Lesung mit Anke Heimberg
DESCRIPTION:Die Literaturwissenschaftlerin Anke Heimberger stellt die Neuau
 flage des Exilroman „Gast in der Heimat“ von Viktoria Wolff vor\, der 
 1935 im Amsterdamer Querido Verlag erschien und 1936 im nationalsozialisti
 schen Deutschland sofort verboten wurde.\n\nAnhand der jüdisch-protestant
 ischen Kaufmannsfamilie Martell-Dortenbach zeichnet Wolff eindringlich das
  schleichende\, dann immer offenere Erstarken des Nationalsozialismus in e
 iner süddeutschen Weinstadt nach. Der Roman schildert die zunehmende Entf
 remdung zwischen Menschen\, die sich einst nahestanden – Verwandten\, Fr
 eunden und Nachbarn –\, unter dem wachsenden Einfluss der NS-Diktatur. Z
 ugleich erzählt er vom schmerzhaften Verlust von Heimat und Zugehörigkei
 t sowie vom schwierigen Weg ins rettende Schweizer Exil.\n\nWolffs Werk is
 t ein frühes literarisches Zeugnis der Ausgrenzung und Verfolgung jüdisc
 her Bürgerinnen und Bürger – und ein bewegendes Dokument über den Zer
 fall gesellschaftlicher Bindungen in Zeiten politischer Radikalisierung. \
 n\nIm Herbst 2021 konnte der Roman\, 85 Jahre nach seinem Verbot\, erstmal
 s als deutsche Buchausgabe im AvivA Verlag erscheinen - mit einem ausführ
 lichen Nachwort und herausgegeben von der Literaturwissenschaftlerin Anke 
 Heimberger.\n
LOCATION:Klösterle (Sakralraum) Obergasse  6 74722 Buchen
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