Asbjörn Halvorsen - ein HSV-Star in Widerstand und KZ. Autorenlesung mit Jürgen Kowalewski
Am Anfang stand ein Schulprojekt: der Hamburger Lehrer Jürgen Kowelewski forschte mit Schüler:innen der Heinrich-Hertz-Schule über den norwegischen HSV-Fußballstar und späteren Widerstandskämpfer Asbjörn Halvorsen. Die Idee der Gruppe, eine Straße beim Volksparkstadion nach diesem zu benennen, wurde indes nicht realisiert.
2025 ist nunmehr Kowalewskis Biografie über Halvorsen erschienen. Das gut recherchierte Buch porträtiert nicht nur Halvorsen, sondern auch den HSV in den 20er und 30er Jahren. Dort spielte Halvorsen von 1921 bis 1933 und wurde weit über Hamburg hinaus bekannt. 1933 kehrte er nach Norwegen zurück und wurde dort zum mächtigsten Fußballlfunktionär.
Nach der Besetzung Norwegens durch Nazideutschland war Halvorsen einer der Organisatoren der großen Widerstandsbewegung im Bereich des Sports. Durch einen rigorosen Boykott konnte der Zugriff der Nazis auf die norwegische Sportjugend abgewehrt werden.
Halvorsen wurde 1942 verhaftet und nach einem Gefängnisaufenthalt ins Konzentrationslager Natzweiler gebracht. Von dort gelangte er in die Außenlager Neckarelz und später, als schwerkranker Mann, ins Sterbelager Vaihingen. Doch er überlebte und baute nach dem Krieg den norwegischen Fußballverband wieder auf.
Der Abend in Neckarelz bildet den Schlusspunkt einer kleinen Lesereise von Jürgen Kowalewski in Baden-Württemberg. Weitere Termine: 18.11. KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz, 19.11.Sinsheim, Buchhandlung Doll (in Kooperation mit der TSG Hoffenheim).