Kein "schöner Tod" - Euthanasie-Verbrechen in der Region
Die Führung ist Teil einer Veranstaltungsreihe des Gedenkstättenverbundes Neckar-Odenwald e.V. am Europäischen Tag der jüdischen Kultur und am Antikriegstag
Der September 1940 war der Monat, an dem die größte Behinderteneinrichtung in Badens, die Johannesanstalten in Mosbach, die Hälfte ihrer Bewohner:innen durch die "Euthanasie"-Verbrechen der Nazis verlor. Graue Busse transportierten 218 behinderte Menschen zum Schloss Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Dort wurden sie durch Gas ermordet. Unter ihnen war nicht nur Maria Zeitler, sondern auch fünf Menschen aus jüdischen Familien.
Dass Behinderten damals das Recht auf Leben abgesprochen wurde, beschäftigt die Bewohner:innen der Johannes-Diakonie bis zum heutigen Tag.
Um 10:30 Uhr findet in der Johanneskirche ein thematischer Gottesdienst statt, insbesondere wird dort der jüdischen Opfer der "Euthanasie" aus der Johannes-Diakonie gedacht. Anschließend, ab ca. 11:00 Uhr, führen inklusive Lotsentandems, bestehend aus Werkstatt-Beschäftigten und ehrenamtlichen Mittarbeitenden, interessierte Menschen über den Maria-Zeitler-Pfad. Weitere Informationen zum Pfad finden Sie hier. Dieser umfasst verschiedene Stationen innerhalb der Johannes-Diakonie. Vor dem Hintergrund der "großen" Geschichte erfährt man, welche Ausprägung die sogenannte "Aktion T 4" hier in der Region hatte.